27. Mai 2026 Moers steht in der Verantwortung, Menschen, die vor Krieg, Verfolgung oder unmenschlicher Behandlung geflohen sind, sicher und humanitärer Mindeststandards entsprechend unterzubringen. Diese Verantwortung endet nicht bei Haushaltsberatungen.
Im Gegenteil: Solide Haushaltspolitik fußt auf verlässlicher Planung und vermeidet teure Übergangslösungen.
m Frühjahr 2023 hat der Rat der Stadt Moers beschlossen, weitere Unterkünfte für geflüchtete Menschen zu errichten. Die Stadtverwaltung hat damals und seitdem wiederholt Prognosen vorgelegt, Bedarfe dargestellt und die Notwendigkeit klar aufgezeigt. Während der Bau der Unterkunft im Genend seit 2024 abgeschlossen ist, verzögert sich die Umsetzung in Schwafheim bis heute. Für die Fraktion der Grünen in Moers ist klar: Wer die Umsetzung in Schwafheim in Frage stellt, stellt auch die Verwaltungsvorlagen in Frage. Die Antworten liegen auf dem Tisch. Wer sie ignoriert, hilft langfristig weder dem städtischen Haushalt noch den Menschen, die auf unseren Schutz angewiesen sind.
„Wer eine Maßnahme im Rat mitbeschließt, trägt auch Verantwortung dafür, dass daraus am Ende tragfähige Lösungen werden. Es reicht nicht, beschlossene Vorhaben in Frage zu stellen, wenn gleichzeitig keine realistischen Alternativen aufgezeigt werden.“ erklärt Celina Mara Damschen.
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen deutlich: Kurzfristige Maßnahmen sind keine Perspektive. Die Unterbringung in Sporthallen, kurzfristig angemieteten Containeranlagen oder anderen Übergangslösungen ist unwürdig, teuer und organisatorisch aufwendig. Sie belastet die untergebrachten Menschen, aber auch die Verwaltung, Schulen, Vereine und Ehrenamtliche. Der Schul- und Vereinssport wird dadurch eingeschränkt. Vor allem aber schaffen solche Maßnahmen keine Verlässlichkeit und führen immer wieder zu denselben Herausforderungen.
„Humanität zeigt sich nicht in Sonntagsreden, sondern in konkreten Entscheidungen vor Ort. Moers muss seiner Verantwortung gerecht werden und dafür sorgen, dass geflüchtete Menschen sicher und humanitären Mindeststandards entsprechend untergebracht werden. Dafür braucht es verlässliche Entscheidungen statt endlosem Infragestellen.“, so Celina Mara Damschen weiter.
Die Grünen in Moers stehen weiterhin zu einer verantwortungsvollen Flüchtlingspolitik und machen deutlich: Wer gute Lösungen anzweifelt, ohne ernsthafte Alternativen zu nennen, bereitet Populisten den Nährboden. Moers darf nicht zu kurzfristigem Krisenmanagement zurückkehren, sondern muss die beschlossenen zukunftsfähigen Planungen verlässlich umsetzen. Nur so kann die Stadt ihrer humanitären Verantwortung gerecht werden und zugleich Verwaltung, Haushalt und Stadtgesellschaft langfristig entlasten.