Dass die neuen Räder von metropolradruhr jetzt in Moers stehen, habt ihr wahrscheinlich schon gesehen – und auch Bürgermeisterin, Stadtverwaltung und MoersMarketing haben über den Start des neuen Angebots berichtet. Wir wollen deshalb gar nicht noch einmal erzählen, dass die Räder da sind. Uns ist ein anderer Punkt wichtig: Was kann daraus werden? Denn metropolradruhr ist für uns weit mehr als ein Fahrradverleih. Es ist ein weiterer Baustein für eine Mobilität, bei der unterschiedliche Verkehrsmittel endlich besser zusammenspielen.
Das Fahrrad als Teil einer ganzen Wegekette
Mit dem Rad zum Bahnhof. Mit dem Zug weiter. Am Ziel wieder aufs Leihrad. Oder mit dem Bus in die Innenstadt und für den Rückweg spontan ein Fahrrad nehmen. Gerade auf diesen sogenannten „ersten und letzten Kilometern“ entscheidet sich häufig, ob Bus und Bahn im Alltag eine echte Alternative zum Auto sind. Und genau hier kann Bikesharing eine Lücke schließen.
Besonders wichtig finden wir deshalb, dass das System nicht an der Moerser Stadtgrenze endet. Die Räder sind Teil eines gemeinsamen Netzes in der Metropole Ruhr. Ein in Moers ausgeliehenes Fahrrad kann also auch außerhalb von Moers zurückgegeben werden – und umgekehrt. Aus einem Leihrad wird damit ein Baustein regionaler Mobilität.
Genau deshalb wollten wir Bikesharing für Moers
Für uns Grüne ist diese Entwicklung auch deshalb besonders erfreulich, weil wir uns schon lange für ein solches Angebot eingesetzt haben. Bereits in unserem Wahlprogramm 2020 haben wir Bikesharing für Moers ausdrücklich gefordert. Nicht, weil wir glaubten, dass ein paar Leihräder die Verkehrsprobleme unserer Stadt lösen. Sondern weil moderne Mobilität aus vielen Angeboten besteht, die möglichst einfach miteinander kombiniert werden können: zu Fuß, mit dem eigenen Fahrrad, mit Leihrädern, Bus und Bahn – und natürlich auch mit dem Auto dort, wo es gebraucht wird.
Verkehrswende funktioniert dann, wenn Menschen eine echte Wahl haben. Dafür müssen die Alternativen aber verfügbar, unkompliziert und miteinander vernetzt sein.
Jetzt kommt es darauf an, was wir daraus machen
Deshalb freuen wir uns sehr, dass metropolradruhr jetzt in Moers angekommen ist. Aber mit dem Aufstellen der ersten Räder ist die Geschichte für uns nicht beendet. Eigentlich fängt sie gerade erst an.
Jetzt wird spannend: Welche Stationen werden besonders gut angenommen? Wo fehlen Räder? Welche Stadtteile brauchen weitere Standorte? Und wo können zusätzliche Stationen den Umstieg zwischen Rad, Bus und Bahn noch einfacher machen?
Denn ein Sharing-System wird vor allem dann gut, wenn es genutzt wird – und wenn es mit den Erfahrungen seiner Nutzerinnen und Nutzer weiterentwickelt wird.
Also: Ausprobieren!
Und sagt uns gerne, welche Erfahrungen ihr mit metropolradruhr macht und wo ihr euch weitere Stationen in Moers wünschen würdet.
Wir haben uns lange dafür eingesetzt, dass Bikesharing nach Moers kommt. Jetzt ist es da. Jetzt machen wir mehr daraus.