10. März 2026 Für unsere Moerser:innen ändert sich mal wieder nichts, wenn es um den ÖPNV geht. Eine neue komfortable Buslinie? Zuverlässig an 7 Tagen mit garantierter Taktung zwischen Moers, Rheinberg und Wesel werktags ab 5:00 und immer bis 23:00 Uhr?
Zu schön, um wahr zu werden. Die Express-Linie sollte vor allem Zeitlücken schließen und eine sinnvolle Ergänzung zum 68er Bus sein.
Mit dem Beschlussvorschlag im Fachausschuss ist der neue emissionsfreie X 30-Expressbus vom Tisch. Das bedeutet wohl das Aus für den vom VRR geplanten und mit Landesmitteln geförderten Expressbus zwischen Moers und seiner Kreisstadt. Und da es ein von drei Kommunen finanziertes Projekt wäre, blieben auch Fahrgäste in Wesel und Rheinberg auf der Strecke. Investitionen in den Öffentlichen Nahverkehr „sind toll, aber können wir uns nicht leisten“, so der Tenor von SPD und CDU in Moers. Die Haushaltslage drückt. Die jährliche Kostenbeteiligung von 354 Tsd. ist zu hoch.
Bündnis 90/Die Grünen, Die Partei und die Linke Liste bewerten das so: Über die Kreisumlage zahlt Moers bereits rund 1,9 Millionen Euro jährlich in den ÖPNV im Kreis Wesel. Gleichzeitig fehlt offenbar der politische Wille, konkrete Verbesserungen umzusetzen.
Gerade für Arbeitnehmer:innen im Kreisgebiet wären bessere Verbindungen zwischen Moers, Rheinberg und Wesel ein echter Fortschritt gewesen. Als größte Kommune im Kreis hat Moers eine zentrale Rolle als Ausgangspunkt für viele Pendelwege zu Arbeitgebern in der Region, in das Ruhrgebiet und in die Städte am Rhein.
Mit der Ablehnung des X30-Expressbusses bleibt es vorerst beim Status quo mit zu wenigen Verbindungen und zu viel Verkehr auf der Straße.
Stellungnahme Bündnis 90/Die Grünen, die Linke Liste und Die Partei Moers 09.03.2026