Bienen schützen, Vielfalt bewahren

19. Mai 2026

Viele Imker*innen leisten mit großem Engagement einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Honigbienen und zur Sensibilisierung für die Bedeutung von Bienen und anderen Bestäubern. Zugleich macht die wachsende Aufmerksamkeit für Urban Beekeeping deutlich, dass auch in Städten das Interesse daran wächst, Bienen- und Bestäuberschutz stärker in den Blick zu nehmen.

Gleichzeitig zeigt sich, dass Bienenschutz vielfältiger ist, als es auf den ersten Blick scheint. Neben der Honigbiene brauchen besonders Wildbienen unsere Aufmerksamkeit, denn sie haben oft ganz eigene Ansprüche an Nahrung, Nistplätze und Lebensräume.

Genau hier setzt das Urban Bee Concept an. Es wurde von Forschenden der Technischen Universität München entwickelt und beschreibt einen Ansatz, wie Honigbienen und Wildbienen in Städten besser koexistieren können. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Gegeneinander von Imkerei und Wildbienenschutz, sondern die gemeinsame Frage, wie gute Bedingungen für alle Bestäuber geschaffen werden können. 

Wichtig sind dabei vor allem:

  • Mehr und vielfältigere Blühflächen
    Damit Honigbienen und Wildbienen ausreichend Nahrung finden.
  • Geeignete Lebensräume für Wildbienen
    Zum Beispiel offene Bodenflächen, Totholzstrukturen, Sand- und Lehmflächen sowie heimische Wildpflanzen.
  • Mehr Wissen und bessere Abstimmung
    Städte sollten wissen, wie viele Bienenvölker es gibt, wo sensible Bereiche liegen und wie viel ökologische Tragfähigkeit vorhanden ist.
  • Gemeinsame Lösungen vor Ort
    Mit Imker*innen, Verwaltung, Wissenschaft, Umweltinitiativen und Stadtgesellschaft.

Eine bienenfreundliche Stadt braucht Honigbienen, Wildbienen und vielfältige Lebensräume für alle Bestäuber. Auch in Moers können naturnahe Grünflächen, Blühangebote und gezielte Nistmöglichkeiten dazu beitragen, Artenvielfalt zu schützen und das Zusammenleben unterschiedlicher Bienenarten zu stärken.