14. Oktober 2026 die Tummelferien sind seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil der Ferienangebote für Kinder und Familien in Moers. Sie bieten Kindern Möglichkeiten für gemeinsame Freizeitgestaltung, Bewegung, Kreativität und soziale Begegnungen und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Ferienbetreuung und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die große Nachfrage zeigt zugleich, welchen Stellenwert das Angebot für viele Familien in unserer Stadt hat. Gerade bei einem begrenzten Platzangebot ist aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung, dass der Zugang zu den Tummelferien möglichst transparent, chancengerecht und sozial ausgewogen gestaltet wird.
Das uns von Erziehungsberechtigten geschilderte Anmeldeverfahren wirft allerdings Fragen auf:
- nur online-Anmeldung über das KRZN
- alternativ physisch mit einem knappen Zeitfenster zur persönlichen Anmeldung im Jugendbüro im Vormittagsbereich
- es gilt das Windhunderennen
Erziehungsberechtigte, denen es an technischem Vermögen und/oder zeitlichen (Berufstätigkeit)und sprachlichen Möglichkeiten mangelt, haben das Nachsehen.
Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung um die Beantwortung der folgenden Fragen.
- Wie wurde die Vergabe der Teilnahmeplätze bei den Tummelferien 2026 konkret durchgeführt und wie hoch waren die Zahl der verfügbaren Plätze, der Anmeldungen sowie gegebenenfalls der Kinder, die keinen Platz erhalten konnten?
- Nach welchen Kriterien werden die verfügbaren Plätze derzeit vergeben und finden dabei soziale Gesichtspunkte Berücksichtigung, beispielsweise der Bezug von Sozialleistungen beziehungsweise der Besitz eines Moers Passes, besondere familiäre Situationen, die Berufstätigkeit von Sorgeberechtigten oder vergleichbare Krite-
rien? - Wie bewertet die Verwaltung das bestehende Vergabeverfahren insbesondere mit Blick auf einen chancengerechten Zugang für Kinder aus vulnerableren sozialen undfamiliären Lebenssituationen?
- Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, das Vergabeverfahren zukünftig weiterzuentwickeln? Wurden beziehungsweise werden dabei beispielsweise reservierte Kontingente für bestimmte Bedarfsgruppen, ein Losverfahren für einen Teil der Plätze, eine Kombination verschiedener Vergabekriterien oder andere Modelle ge-
prüft? - Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, das Vergabeverfahren bereits mit Blick auf die Tummelferien 2027 weiterzuentwickeln und gegebenenfalls anzupassen, um den Zugang künftig noch chancengerechter, sozial ausgewogener und zugleich transparent zu gestalten? Welche konkreten Optimierungen hält die Verwal-
tung hierbei für sinnvoll und umsetzbar?
Mit freundlichen Grüßen
Die Fraktionsvorsitzenden
Christopher Schmidtke Gudrun Tersteegen