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Umgestaltung der Bahnhofstraße und Baumerhalt in Kapellen

20. Mär. 2018 –

„Jetzt kann man mal zeigen, ob man aus Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.“ Der derzeitige Baumbestand entlang der Bahnhofstraße in Kapellen ist ein trauriger Beleg dafür, wie wenig Wertschätzung der Gemeinwohlleistung von Straßengrün entgegengebracht wird. Betonplanung à la 80er Jahre, immer vom PKW aus.

Das ist immer noch nicht raus aus allen Köpfen. Dabei erfüllen Bäume heute mehr denn je wichtige Funktionen: 

  •  für das Klima: Staub/Feinstaubbindung, Sauerstoffversorgung, Kühlleistung und Regenwasserspeicherung u.a. 
  •  für das ökologische Gleichgewicht als Lebensraum von Insekten, Vögeln, Kleinsäugern etc. 
  •  und für die städtebauliche Qualität.


Eine Allee z.B., wie sie heute ansatzweise entlang der Bahnhofstraße noch erkennbar ist, gehört landesweit zu den geschützten Landschaftsbestand-teilen. Das hat seinen guten Grund. Deswegen war und ist es uns so wichtig neben allen anderen Belangen auch die des Schutzgutes Baum in den Fokus zu rücken, heißt den Erhalt von möglichst vielen gesunden Bäumen und sinnvolle Ersatzbepflanzungen vorzunehmen.

Das von den geplanten 57 Baumfällungen, „nur“ zehn erhaltenswerte Bäume „gerettet“ werden konnten, ist vor allem der Sicherheit von FußgängerInnen und RadfahrerInnen in Kapellen geschuldet. Wir brauchten endlich eine sichere, verkehrstaugliche Radwegeführung in Kapellen. Da ist jahrelang geschludert worden. Eine Sanierung bietet die Möglichkeit es jetzt besser zu machen. Zum Ausgleich stehen für die gefällten Bäume Ersatzpflanzungen in Aussicht. Hierfür fordern wir Grünen, diese ortsnah z.B. auf dem Hermann Thelen-Platz und dem trostlosen Bapaume-Platz vorzunehmen. Außerdem bei Bestandsbäumen die Unterbauten revitalisierend aufzubereiten und die Straßenbaumbeete zu vergrößern; für die Ersatzbepflanzung mindestens mittelkronige, widerstandsfähige Bäume mit einer optimalen Gemeinwohlwirkung siehe oben zu berücksichtigen und die Richtlinien der Forschungsgemeinschaft Landespflege/Landesbaum einzuhalten.

Die Umbauarbeiten sollen im Herbst 2018 beginnen. Informationen hierzu werden von der ENNI folgen. Gudrun Tersteegen, März 2018 stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bündnis 90 /die Grünen Moers

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