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Moers soll sicherer Hafen werden

Die Moerser Ratsfraktion und der Ortsverband von Bündnis 90/die Grünen appellieren eindringlich an CDU und FDP, dem Antrag des Bündnisses von SPD, Grünen und Grafschaftern, „Moers-sicherer-Hafen“ zu zustimmen.

29. Mär. 2019 –

„Es ist ein moralisches und humanitäres Gebot der Stunde, dem Engagement und humanitären Einsatz unsere Helferinnen und Helfer in Moers, das Signal zu geben: „Wir stehen auf Eurer Seite“ so die stellv. Fraktionsvorsitzende und Sprecherin des Ortsverbandes Moers, Gudrun Tersteegen.

Über 2.400 Menschen ertranken im letzten Jahr im Mittelmehr, über 280 in den ersten Monaten in diesem Jahr. Wie groß muss die Verzweiflung derer sein, die sich auf das Meer in unsichere Boote trauen. Vorgestern wurde die europäische Seenotrettung vor der lybischen Küste eingestellt. Die Menschen werden weiter fliehen. Die Zustände in den lybischen Auffanglagern sollen abgrundtief unmenschlich sein. Krieg, Verfolgung, Misshandlung, Hunger und Armut werden nicht weniger. Dort nicht und nicht anderswo auf dem afrikanischen Kontinent. Die Bundesregierung will trotzdem den Etat des Entwicklungsministeriums zurückfahren, anstatt ihn aufzustocken. Die Kommunen sollen weniger Geld für ihre Flüchtlingsarbeit bekommen. Dabei sind gerade jetzt für eine gelingende Integration in die Gesellschaft, Schulen und  Arbeitsmarkt finanzielle Mittel nötig.

Wir stellen uns hinter das Anliegen von mittlerweile 14 weiteren Kommunen in NRW, die ihre Städte mit Unterstützung Ihrer Bürgermeister und Ratsfraktionen zu „sicheren Häfen“ erklärt haben. Für uns gilt die moralische Voraussetzung, dass ein Menschenleben nicht mit einer Kosten-/Nutzenrechnung verknüpft werden kann. Deshalb soll auch Moers „sicherer Hafen“ werden.

Ein funktionierendes Europa fängt in der Stadtgemeinschaft an.

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