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Zerstörtes Umweltbiotop in der Gerdt

Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen

05. Mär. 2020 –

Ca. 800 Meter lang und drei bis vier Meter hoch war die stolze Schlehen- und Weißdornhecke, die im Jahr 2016 auf der gesamten Länge unrechtmäßig großflächig entfernt wurde.

Diese Hecke war Bestandteil eines Biotopverbunds und stand teilweise auf Landschaftsschutzgebiet. Seit 2016 bis heute wurden neu aufwachsende Pflanzen mehrfach von Dritten gemulcht und somit am Aufwuchs gehindert.

Gabriele Obschernicat, sachkundige Bürgerin der GRÜNEN Kreistagsfraktion und Umweltfachfrau hat sich gemeinsam mit Hubert Kück, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreis Wesel, vor Ort ein Bild von diesem Umweltfrevel gemacht.

„Ich stehe hier in einer ausgeräumten Landschaft, in der eine Hecke, die als Biotopverbund wichtig war, radikal runtergeschnitten wurde. Molche, Vögel und Insekten haben ihren Lebensraum nahezu vollständig verloren. Die Sträucher haben keine Chance aufzuwachsen, da ihr Wurzelwerk weitestgehend zerstört wurde und eine Mulchdecke jeden Versuch eines Aufwuchses unterbindet.
Dieser Landschaftsabschnitt kann die ihm im Landschaftsplan zugedachte und festgelegte Aufgabe nicht mehr erfüllen.“

Hubert Kück sagt dazu: „Hier wurde rücksichtslos ein Jahrzehnte alter Lebensraum für viele verschiedene Tierarten vernichtet! Durch Bürgerhinweise weiß die entsprechende Abteilung in der Kreisverwaltung das seit Jahren. Was hat sie bisher getan? Die Kreisverwaltung muss unsere Fragen in der kommenden Sitzung des Umweltausschusses beantworten. Und wichtig hierbei ist: Die Kreisverwaltung muss den Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Die Wiederanpflanzung prägender Landschaftsstrukturen (Hecken) muss durchgesetzt und der Aufwuchs überwacht werden.“  

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